Münchner Künstlerhaus-Stiftung

JOAN MIRÓ
Charme und Poesie der Farben
24.07. – 08.09.2019

Die Ausstellung „Charme und Poesie der Farben“ präsentiert 90 handsignierte Einzelblätter aus den Lithografie-Serien Mirós, vornehmlich Illustrationen zu Gedichten, sowie 15 historische Plakate.

Zu Beginn seiner künstlerischen Arbeit wurde Joan Miró von den vielen Strömungen seiner Zeit inspiriert. Im kosmopolitischen Paris, das zu einer der wichtigsten Stationen seines Lebens wurde, traf der junge Maler auf dadaistische Dichter und surrealistische Künstlerkollegen. Dichtung und bildende Kunst waren für viele seiner Zeitgenossen untrennbar miteinander
verbunden. Angeregte literarische Diskussionen prägten die Künstlertreffen und bekräftigten Miró in seiner ernsthaften und kompromisslosen Suche, die Konventionen der Malerei und Poesie aufzubrechen und der Poesie einen visuellen Ausdruck zu verleihen.

„Die Dichter, denen mich Masson vorstellte, haben mich mehr interessiert als die Maler, die ich in Paris traf“ bemerkte er und bezeichnete konsequenterweise seine Arbeit nicht mehr als Malerei, sondern als „peinture-poemes“ („Bild-Gedichte“). Er reduzierte radikal seine Bild- und Formsprache und erforschte das große Spektrum an künstlerischen Möglichkeiten, wie
Zeichnung, Lithografie und Radierung. Insbesondere die diversen druckgrafischen Techniken erkannte Joan Miró auch als probate Mittel, seine Kunst für die breite Masse erfahrbar und bezahlbar zu machen.

In den späten 1940-er Jahren begann er in der Druckwerkstätte von Fernand Mourlot in Paris zu arbeiten, die auch von Pablo Picasso, George Braque und Henri Matisse genutzt wurde. Die daraus – überwiegend von der Mitte der 1950er-Jahre bis zum Tod des Künstlers – entstandenen Werke brachten ihm besondere Anerkennung. Der Steindruck erlangte einen großen Stellenwert im Werk des Künstlers und wurde zu seiner bevorzugten Technik. In der Lithografie fand Miró eine Kunstform, die für ihn Spontanität, Intuition und Ausdruckskraft vereinte. Miró bearbeitete die Steinplatten mit Bürsten und Pinseln und sogar mit bloßen Fingern, er ließ sich von der Atmosphäre der Druckerei und vom Geruch der Druckerfarben inspirieren und spielte mit überraschenden und unvorhersehbaren Effekten.

Aus dieser zweiten Lebenshälfte stammen die meisten der im Münchner Künstlerhaus gezeigten Werke. Die Dichtkunst seiner Freunde Paul Éluard, Tristan Tzara, René Char, André Frénaud, Michel Leiris un Raymond Queneau finden hier ebenso ihren Niederschlag wie Poesie aus Mirós eigener Feder.

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Kontakt:

Münchner Künstlerhaus
Lenbachplatz 8
80333 München

Tel.: +49 (0)89 599 184 14
www.miro-muc.de

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Mo: 10.30 – 20 Uhr

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Tarifzone:

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